Imkerarbeiten im Dezember: Die Winterbehandlung kontrollieren
Im Dezember stehen wenige, aber trotzdem wichtige Arbeiten an. Die Winterbehandlung wird im geeigneten Moment abgeschlossen und ihr Erfolg kontrolliert. Danach gönnst du den Völkern möglichst viel Ruhe.

Brutzustand und Methode
Ist die Winterbehandlung noch offen, führst du sie nicht aus Bequemlichkeit, sondern bei geeignetem Brutzustand und nach den Vorgaben des gewählten Präparats durch. Das BGD beschreibt die Winteranwendung grundsätzlich für November und Dezember. Die Träufelbehandlung wird in diesem Konzept nur einmal ausgeführt. Falls eine weitere Behandlung nötig ist, gelten die im BGD-Konzept vorgesehenen Methoden.
Behandlungserfolg dokumentieren
Nach der Winterbehandlung zählst du den Behandlungsmilbenfall über zwei Wochen. Fallen dabei mehr als 500 Milben, sieht das BGD-Konzept eine Wiederholung durch Sprühen oder Verdampfen vor. Bei Unsicherheit klärst du das Vorgehen mit dem Bienengesundheitsdienst.
Dieser Wert gehört zur Erfolgskontrolle nach einer Behandlung. Verwechsle ihn nicht mit dem natürlichen Milbenfall pro Tag vor der Behandlung. Notiere Behandlungsbeginn und den genauen Zeitraum der Zählung. Mehr dazu im Artikel Varroa im Bienenjahr.
Die Saison mit den Aufzeichnungen abschliessen
Lies die Stockkarten als Verlauf: Entwicklung, Ernte, Fütterung und Behandlungen hängen zusammen. Wo waren Termine knapp? Welches Material fehlte? Reinige und prüfe Werkzeug und Schutzkleidung. Plane Weiterbildung und Vertretung für das nächste Jahr.
Für die ruhige Zeit
Kontrolliere Abdeckungen und Fluglöcher weiter von aussen. Bewahre die Aufzeichnungen für den Vergleich im Frühjahr auf. Weiter geht es im Januar.
Die drei Wintermethoden unterscheiden
BGD 1.3.1 nennt fürs Sprühen mindestens 8 °C; BGD 1.3.2 nennt fürs Träufeln Temperaturen unter 5 °C. Das eingesehene Sublimationsmerkblatt V 2511 nennt für die beschriebenen Präparate 2 bis 10 °C. Diese Werte gehören jeweils zur konkreten Methode und ihrer aktuellen Anwendung, nicht zu einer universellen Oxalsäureregel.
Beim Sprühen nennt der BGD Schutzbrille, säurefeste Handschuhe, lange Kleidung und eine geeignete Schutzmaske FFP2 oder FFP3; beim Verdampfen FFP3. Träufeln verlangt ebenfalls Haut- und Augenschutz. Prüfe immer die vollständige Packungsbeilage und Geräteanweisung. Dosis, Volkstärke und Anzahl Anwendungen werden daraus übernommen.
Aus der Imkerei Vogel
Unsere Bienenstände befinden sich in Buchrain, Verkauf und Kontakt in Emmenbrücke. Die Imkerei kennenlernen und Zum Honigshop.
Häufige Fragen zum Dezember
Wie viele Milben dürfen nach der Winterbehandlung fallen?
Fallen in den zwei Wochen nach der Behandlung mehr als 500 Milben, sieht das BGD-Konzept eine Wiederholung vor.
Kann ich Oxalsäure mehrmals träufeln?
Die Träufelbehandlung wird im BGD-Konzept nur einmal ausgeführt. Eine erneute Behandlung folgt den im Konzept vorgesehenen Methoden.
Was ist der Unterschied zwischen natürlichem und Behandlungsmilbenfall?
Der natürliche Milbenfall wird vor einer Behandlung pro Tag erfasst. Der Behandlungsmilbenfall misst den Erfolg nach der Behandlung.
Fachquellen
BGD 1.3.2: Träufelbehandlung, V 2507
BGD 1.1: Varroa-Behandlungskonzept, V 2606
BGD 4.1: Hygiene im Umgang mit Bienen, V 2412
BGD 1.3.1: Sprühbehandlung mit Oxalsäure-Lösung, V 2507
BGD 1.3.3: Verdampfen/Sublimieren, V 2511
Redaktionsstand: 13.10.2026. Eigenständig formuliert anhand der genannten Fachquellen; keine Freigabe durch die Fachstellen.
